“Leseförderung – von Anfang an”

Am 29. Mai erschien auf standard.at ein bemerkenswerter Artikel von Rainer Schüller mit dem Titel: “Leseförderung ist Elternpflicht”. Ausgehend vom Wiener Lesetest, beschreibt der Autor eindrücklich die Wichtigkeit von positiven Leseerfahrungen lange vor Schuleintritt. Unter anderem nimmt er in seinem Artikel Bezug auf folgendes Video:

Bitte besuchen Sie auch das Original auf biblio-blog.

Nicht vorenthalten möchte ich Ihnen abschließend den folgenden Leserbrief : “Leseförderung als gesellschaftliche Pflicht”.

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Glück des Nichtstuns!

Letzten Samstag habe ich (oder hat mich?) folgendes Buch auf einem Flohmarkt gefunden

Ulrich Schnabel: Muße. Vom Glück des Nichtstuns, Blessing, 2010.

Der Autor ist Physiker und arbeitet seit 1993 als Wissenschaftsredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT in Hamburg. Sein Themenspektrum reicht von der Astrophysik über die Hirnforschung bis zur Geisteswissenschaft, er wurde als Journalist mehrfach ausgezeichnet.

In seinem Buch beschreibt er die Ursachen für die allgemeine Zeitnot und bricht eine Lanze für Momente des Nichtstuns als besondere Ressource für Kreativität. Nebenbei bringt er uns “Große Müßiggänger”, wie beispielsweise John Lennon, Winston Churchill, näher.

Besonders beeindruckt hat mich das Kapitel “Von Füchsen, Igeln und der Kunst des Lesens” (S. 90 – 96). Basierend auf dem Ausspruch des Poeten Archilochos “Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel weiß eine große Sache”, werden Leser/innen in “Füchse” und “Igel” eingeteilt. Unter diesem Aspekt wird sodann unser digitales Leseverhalten untersucht: Der Internet-”Fuchs” surft hin und her, ist Mitglied bei sozialen Netzwerken und verwendet eine Vielzahl von Onlinequellen. Ein “Igel” dagegen steht für langsame, genaue Informationsbeschaffung. Die meisten Online-Besucher neigen dazu, “fuchsartig” im Netz unherzuschweifen und schnell die Seiten zu wechseln, ohne wirklich zu lesen. Es scheint also oftmals so zu sein, dass das Gefundene nicht wirklich gelesen, sondern nur gesammelt bzw. überflogen wird.  Wirklich spannend!

Leseprobe

Außerdem betreibt Ulrich Schnabel ein Muße-Blog …

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Inspiriertes, lesendes Gehirn

Soeben ist im biblio-blog mein Beitrag “Inspiriertes, lesendes Gehirn” veröffentlicht worden. Sie finden diesen Beitrag hier.

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Verzweigung

Mit diesem Beitrag darf ich ankündigen, dass sich zukunftLesen ab sofort zu zwei “Schienen” verzweigt. Insbesondere Beiträge zur Leseförderung und Leseforschung werden künftig von mir im Rahmen des neuen biblio-blogs veröffentlicht. Hier auf zukunftLesen finden Sie dann einen Link, eben eine Verzweigung, vor und werden in gewohnter Weise über den neuen Artikel via Twitter informiert. Außerdem habe ich vor, zukunftLesen selbst als persönliches Lesetagebuch weiterzuentwickeln. Wenn man so will, werde ich also hier zur Buchbloggerin.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir als Onlinebesucher/in treu blieben und wünsche Ihnen weiterhin eine spannende Auseinandersetzung mit den Fragen rund um die Zukunft des Lesens.

Barbara Haslinger

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Blog das Buch! Wie bitte?

Schon einmal von Buchblogging gehört? “GeschichtenAgentin” Dagmar Eckhardt erklärt in einem Interview für das Börsenblatt, wie Buchblogging funktioniert: Bücher, die internetaffine Leser/innen begeistern, werden in deren Blogs (Beispiele: Buchsüchtige, buchblogger.at) besprochen und diskutiert. Ich selbst folge einigen Buchblogs auf Twitter und habe so schon manch tollen Tipp bekommen.

Übrigens ist die Buchblogging-Community gerade dabei, ein Online-Event zum Welttag des Buches am 23.4.2013 vorzubereiten, wie man hier lesen kann.

Ausgesprochen bemerkenswert aber finde ich aber, dass es jede Menge jugendliche Buchblogger/innen gibt, wie diese lange Liste belegt. Wie könnte man diese jungen, internetaffinen Buch-Bewegten in Überlegungen zur Leseförderung einbinden?

p.s.: Aufgrund eines Fehlers (auf meiner Seite) ist dieser Beitrag nach der Verbreitung via Tweet nicht online verfügbar gewesen. Sorry – und danke den heutigen Hinweisgeberinnen!

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Visionäres Bibliothekskonzept?

Eine im US-Bundesstaat Texas geplante Bibliothek setzt auf ein vollelektronisches Konzept. Die “BiblioTech” verzichtet auf gedruckte Bücher, sie bietet elektronische Lesesäle, nur mit Computern und eBook-Readern ausgestattet. Egal, ob man das als verrückt oder visionär einstuft: Auf jeden Fall ein Konzept, das man im Auge behalten sollte und das noch für angeregte Diskussionen sorgen wird (siehe z.B. hier).

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Nationaler Bildungsbericht 2012: Lesekompetenz und Leseförderung

Gestern wurde der  Nationale Bildungsbericht 2012 durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur veröffentlicht. Erfreulicher Weise ist der Bericht im Volltext online verfügbar. Es kann ohne besondere Übertreibung festgestellt werden, dass sich das Analysekapitel “Lesekompetenz, Leseunterricht und Leseförderung” durch einen besonders kritischen Befund auszeichnet: “Der Outcome des österreichischen Schulsystems im Bereich Lesen entspricht nicht den Erwartungen an eine Kultur- und moderne Wirtschaftsnation.” (Wörtlich aus der Zusammenfassung, S.59). Ausdrücklich gefordert werden unter anderem begleitende Family-Literacy-Angebote (besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligtem Milieu) und ein möglichst vielfältiges Angebot an anregendem Lesematerial bzw. Lesesituationen. Außerdem wird bildlich auf den engagierten Einsatz kompetenter Trainer/innen Bezug genommen. Und erneut wörtlich: “Eine positive Veränderung der Lesekultur unter Österreichs Kindern und Jugendlichen setzt ein klares Commitment des Bildungssystems voraus.” (Zusammenfassung, S.60).

Hier ist doch auch ein eindeutiger Arbeitsauftrag für die Öffentlichen Bibliotheken Österreichs – und zwar in Kooperation mit den Schulen – abzuleiten, oder?

p.s.: Wenn Sie nicht die Zeit haben, das Analysekapitel komplett zu lesen: Es gibt auch eine Kurzzusammenfassung, und zwar hier (S.15-17).

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