Michael Köhlmeier: Die Abenteuer des Joel Spazierer

18.45 Uhr. Gerade zur Seite gelegt: Michael Köhlmeier: Die Abenteuer des Joel Spazierer, 2013 im Hanser Verlag erschienen, 656 Seiten.

Ja, ich lese gerne Köhlmeier, für mich ist er ein wunderbarer Erzähler und ich kann in seine Geschichten “hineinkippen”. Ja, ich höre gerne Köhlmeier, besonders gerne die Klassischen Sagen des Altertums.

Also, nach Abendland und Madalyn nun das dritte Werk, ich kann mich der Zeit online Rezension nur anschließen.

Mein Fazit: Wer opulente Geschichten liebt – unbedingt lesen!

Hier einige Fundstücke:

 

Viel Spaß!

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Josep Pla: Die Schmuggler

Unlängst habe ich doch in aller Ruhe gelesen ;-)

Josep Pla: Die Schmuggler. Erschienen ist das Werk 2014 im Klaus Wagenbach Verlag – dem unabhängigen Verlag für wilde Leser, Berlin, und zwar in der Buchreihe SALTO (“mit dem A auf dem Kopf”). Es wurde mir und meinem Mann geschenkt von einer lieben, bibliophilen Freundin (danke, Renate!). John Berger bezeichnet diese Buchreihe übrigens als eine der schönsten der Welt. Ich kann mich dem nur anschließen: rotes Leinen, fadengeheftet, geprägter Rücken mit Foto … elegant, zeitlos, edel.

Das katalanische Original erschien erstmals 1954 unter dem Titel Contraban. Das ist insofern interessant, als Josep Pla mit seinem literarischen Werk eine maßgebliche Rolle bei der  Erneuerung und Bekanntmachung der katalanischen Sprache innehatte. Er gilt auch 25 Jahre nach seinem Tod als einer der meistgelesenen und populärsten, zeitgenössischen katalanischen Autoren. Die stark autobiografisch gefärbte Erzählung “Die Schmuggler” liegt nun erstmals in deutscher Übersetzung (Übersetzungsarbeit aus dem Katalanischen & Nachwort von Eberhard Geisler) vor.

Der Inhalt ist rapido erzählt: Ein Schriftsteller hat sich gerade ein Haus in einer zum Meer hin geöffneten Bucht in der Ortschaft Cadaques, einem Fischerdorf an der Costa Brava in Katalonien, gemietet. Er ist dabei, sich gemütlich einzurichten und Landschaft, Farben und Gerüche zu genießen, als ein Schiff vor seinem Haus ankert. Es handelt sich dabei um die “Mestral“, ein Segelboot, das er just einst selbst besessen hatte. Er erhält Besuch von Baldiri Cremat und dessen Schwager Pau Saldet. Sie bitten ihn, mit ihnen nach Frankreich zu reisen; sie wollen dorthin Olivenöl liefern und im Gegenzug Ersatzteile für Fahrräder (!) nach Spanien schmuggeln. Die ihm vorgeschlagene Rolle als “Herr und Meister” auf diesem Segeltörn solle alleine der Ablenkung dienen. Plas Erzählung nimmt die Leser/innen mit auf eine wunderschöne, kurzweilige Reise, das (spannende) Geschehen tritt schnell in den Hintergrund.

Mit großer Begeisterung und Freude habe ich die Landschaftsbeschreibungen verfolgt und am Atlas nachvollzogen. Eindrücklich und ausführlich beschreibt der Autor die lokalen kulinarischen Spezialitäten und  seine Erlebnisse auf dem Segelboot und an Land, bis kurz vor dem Ziel das Wetter dreht und sich ein starker Mistral zusammenbraut … Im Nachwort schildert Eberhard Geisler das persönliche Erlebnis, auf das “Die Schmuggler” zurückgehen und erklärt die philosophische Bedeutung des “Schreibens ohne Pointe” in dieser kurzen Erzählung!

Mein Fazit: Ein Lob des Nichtstuns – großes Lesevergnügen & ein wirklicher Genuss für Feinspitze und Feinspitzinnen!

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Vorlese-Oasen

Während viele von uns “… in den Fallstricken der (Online-) Gratiskultur …” zappeln (siehe den gleichnamigen Beitrag im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Position des Kaliforniers Jaron Lanier) und Wissenschafter sich Sorgen machen, ob zuviel Digitales der Gehirnentwicklung speziell junger Menschen abträglich ist (siehe etwa Manfred Spitzer) gibt es – so habe ich den Eindruck – Oasen, in denen echte Lese-Nachhaltigkeit im besten Sinne blüht. Eine der Gärtnerinnen solcher Lese-Oasen ist Dr.in Christina Repolust, Germanistin und Leiterin des Referats für Bibliotheken und Leseförderung der Erzdiözese Salzburg. Vorlesen hat ihr zufolge sehr viel mit persönlicher Beziehung zu tun; Cherno Jobatey spricht vom “Kopf-Kino für Kinder“. Fehlt jetzt nur noch, darauf hinzuweisen, dass ein spezieller Kurs zum Vorlesen unter Leitung von Christina Repolust im Jänner 2014 abgeschlossen wurde, dem (hoffentlich) bald ein weiterer folgen wird (das Bild zeigt übrigens Brigitte Weninger, Autorin aus Kufstein, in Aktion – © Christina Repolust).

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Buchstadt!

Manchmal taucht eine Information auf, bei der man sich denkt: “Das hätte ich doch längst wissen müssen!” Ehrlich gesagt, war es heute bei mir wieder einmal soweit. Durch einen Zufall habe ich festgestellt, dass Horn im östlichen Waldviertel seit 2008 offiziell “Buchstadt” ist. Mehr darüber finden Sie hier.

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